Tief im Westen studiCED-Treffen 2014 in Velbert

Das studiCED-Treffen 2014 in Velbert

Damit alle CED-Betroffenen die Möglichkeit haben, zu unseren Treffen zu kommen, haben wir uns dieses Mal Ende April im Westen getroffen: In Velbert in der Nähe von Essen kamen dieses Mal 18 Teilnehmer zusammen.

Stockbrot am Lagerfeuer

Am Freitag war traditionell Anreisetag, und die Jugendherberge war zwar etwas außerhalb gelegen, aber mit Bus gut zu erreichen. Eine Teilnehmerin aus Kiel hatte außerdem einen kleinen Bus gemietet, mit dem sie sechs Bauchfreunde aus dem Norden abholte und nach Velbert zu unserem Treffen fuhr.
Die Entscheidung für den Westen Deutschlands war wohl erfolgreich: Wir haben uns bei unserer Vorstellungsrunde im Seminarraum über viele Teilnehmer, die zum ersten Mal dabei waren, gefreut. Nach dem Abendbrot klärten wir die ersten Fragen zum Studieren mit CED, danach saßen wir bei Stockbrot auf dem weitläufigen Grillplatz am Lagerfeuer lange draußen.

Bewerbungstipps für den Berufseinstieg

Am Samstag hatten wir um acht Uhr morgens einen Vortrag von Susanne Gläsel von der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV). Die ZAV betreut in Bonn mit einem kleinen Team unter anderem schwerbehinderte Akademiker, Frau Gläsel gab uns deshalb Bewerbungstipps für den Berufseinstieg. Dabei konnten wir das komplizierte Für- und Wieder, bei der Bewerbung seinen eventuell vorhandenen Behindertenausweis einzusetzen, wenigstens ein bisschen klären. Der Tipp der Expertin war für uns: Bei nicht-sichtbaren Einschränkungen – wie ja meist bei einer CED – sollte man den Ausweis eher nicht einsetzen, weil Arbeitsgeber bei dem Wort „behindert“ meist einen Bewerber vor Augen haben, der kaum arbeitsfähig ist.

Alternative Therapieformen bei CED

Nach dem Vortrag fuhren wir nach Essen in das Knappschaftskrankenhaus. Dort erwarteten uns Professor Jost Langhorst von der Abteilung Integrative Gastroenterologie und seine Sekretärin, die uns nach einer Hausführung über „Alternative Therapieformen bei CED“ informierte. Das Krankenhaus in Essen zählt deutschlandweit zu den wenigen, die einen komplementären Behandlungsansatz verfolgen. Bei der Hausführung schmunzelten wir dabei über Hinweise wie „Vorsicht Blutegel“ und waren beeindruckt vom ganzheitlichen Therapieansatz der Klinik, in der eine unserer Teilnehmerinnen bereits behandelt wurde. Professor Langhorst trug mit seinem Vortrag zur Sinnhaftigkeit des Einsatzes von Weihrauch, Heidelbeersaft oder Schweinepeitschenbandwurm zur Klärung bei. Auch diejenigen, die dem Einsatz solcher Heilmethoden – kombiniert mit klassischer Schulmedizin – kritisch gegenüberstanden, bekamen so zumindest einen Überblick darüber, welche Methoden evidenzbasiert und damit empfehlenswert sind, und welche nicht. Zum Schluss hatte der Professor noch einen guten Rat für uns: „Wenn Sie sich alternative Heilmethoden ausprobieren, informieren Sie Ihren Schulmediziner darüber – das ist wegen möglicher Wechselwirkungen wichtig.“
Nach der Rückfahrt nach Velbert freuten wir uns auf unseren traditionellen Grillabend. Das Essen wurde von der Jugendherberge bereitgestellt und auf dem überdachten Grillplatz waren wir trotz des Windes gut geschützt und unterhielten uns wie immer noch lange über das Leben mit CED.

Am Sonntag war wie immer der ungeliebte Abreisetag. Nach dem Frühstück sprachen wir über zukünftige Treffen (nächstes Mal wollen wir turnusgemäß wieder in den Süden Deutschlands) und darüber, wie wir unsere Ziel, möglichst viele Studenten mit CED zu erreichen, noch besser verwirklichen können. Nach dem Mittagessen war es dann soweit, und wir bildeten unsere traditionelle studiCED-Abschiedsreihe, damit jeder jeden der Reihe nach ausgiebig zum Abschied drücken konnte.

Sabrina

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