Die Lecithinbehandlung bei Colitis ulcerosa – das Butterbrot-Prinzip

Lecithin: der Türsteher im Dickdarm?!

Prof. Dr. med. Wolfgang Stremmel, Ärztlicher Direktor der Abteilung Innere Medizin IV des Universitätsklinikums in Heidelberg stellte den Teilnehmern des studiCED Bundestreffens in Mannheim im November 2014 seinen Behandlungsansatz mit Lecithin bei Colitis ulcerosa vor.

Dr. Stremmel erklärte zunächst einige Grundlagen: Die Darmschleimhaut (Mukosa) ist im gesunden Dickdarm wasserabweisend (hydrophob) – sie bedeckt und schützt den Darm wie etwa die Butter das Butterbrot: Die Schleimhaut bildet also eine Barriere im Darm. Sie ermöglicht dem Organismus, unerwünschte Substanzen oder Keime zurückzuhalten.

Dabei spielt Lecithin (die genauere chemische Bezeichnung ist Phosphatidylcholine) eine entscheidende Rolle: Lecithine zählen zu den Lipiden und sind Bestandteile der Zellmembran tierischer und pflanzlicher Lebewesen. Das Lipid sorgt dafür, dass die Darmschleimhaut ihre Schutzschicht aufrechterhalten kann. Lecithin wird teils über die Nahrung aufgenommen, teils im Körper selbst produziert und dann aktiv in den Darmschleim sezerniert. Das Lecithin bleibt allerdings nicht dauerhaft in der Darmschleimhaut, es wird durch Darmbakterien langsam abgebaut. Das führt dazu, dass die Menge des vorhandenen Lecithins im Dickdarm von „oben“ nach „unten“ in Richtung des Enddarms abnimmt, was zunächst auf alle Menschen (also auch die ohne eine CED) zutrifft.

Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass bei Menschen mit Colitis ulcerosa die Konzentration des Lecithins in der Darmschleimhaut um 70 Prozent niedriger ist als bei gesunden Menschen. Hier ist also die Barriere der Darmschleimhaut geschwächt und Bakterien können endringen – so kommt es zu der Entzündungsreaktion.

An dieser Stelle greift der Ansatz der Arbeitsgruppe um Dr. Stremmel [1]: Da zu wenig Lecithin in der Mukosa vorhanden ist, wird dieses durch zugeführtes Lecithin ergänzt. Der Behandlungsansatz besteht darin, Lecithin zum Beispiel in Form von Tabletten oder Granulat einzunehmen. Damit das Lecithin aber nicht schon in Magen und Dünndarm verdaut wird, muss das Lecithin so „verpackt“ werden, dass es erst im Dickdarm freigesetzt wird und dort zur Verfügung steht. Das gelingt durch Überziehen der Lecithin-Körner mit einem Polymer, das sich erst am Ende des Dünndarms auflöst und somit das Lecithin freisetzt. Das dafür geeignete Polymer ist chemisch gesehen ein Zwitter aus Plexiglas (Polymethylmethacrylat) und dem Nässe-Absorber aus Windeln (Polyacrylsäure).

Dr. Stremmel liefert mit seinem Ansatz auch eine neue Hypothese zur Entstehung der Colitis ulcerosa: Laut Dr. Stremmel wird die niedrige Lecithinkonzentration in der Darmschleimhaut durch einen gestörten Transportmechanismus in den Zellzwischenräumen (sogenannte „Tight Junctions“) hervorgerufen.

Erste Studien konnten bereits die Wirksamkeit der Lecithin-Therapie belegen, die Nebenwirkungen sind zudem sehr gering. Ein Medikament wird jedoch erst in einigen Jahren auf dem Markt kommen. Interessierte können sich jedoch über eine derzeit laufende Studie informieren [2].

Der Arbeitskreis studiCED bedankt sich bei Dr. Stremmel für den Besuch und den interessanten Vortrag.

[1] https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Lecithin-zur-Behandlung-chronisch-entzuendlicher-Darmerkrankungen.102390.0.html

[2] https://www.dccv.de/einzelne-studienaufrufe/studie-mit-phosphatidylcholin-lecithin-bei-aktiver-colitis-ulcerosa-072014/

 

von Christian und Sabrina

Bei den Mitgliedern von studiCED handelt es sich um medizinische Laien. Der Beitrag gibt damit den Informationsstand von Betroffenen wider, die keine Mediziner sind, sich aber mit der Thematik befasst haben.

 

58 Gedanken zu „Die Lecithinbehandlung bei Colitis ulcerosa – das Butterbrot-Prinzip“

  1. Die Lecithinstudien laufen jetzt schon an die 10 Jahre und immer noch ist kein Medikament oder zumindest ein „Nahrungsergänzugspräparat“ auf dem Markt. Es ist mittlerweise bewiesen dass verkapseltes Lecithin bei CU hilfreich ist und die Beschwerden enorm lindern kann.
    Warum also dieser anbeblich lange Weg der Zulassung, wenn es jetzt schon tausenden Menschen sofort helfen könnte.
    Das Gleiche dachten sich auch einige Apotheker, die Lecithin selbst verkapseln. Nur verkaufen es diese dann zu horrenden Preisen um aus der Not dieser leidgeplagten Patienten Profit zu schlagen.
    Warum also die lange Zulassung seitens der Patentträger? Weil es als Medikament linzensiert werden soll um Millionen Profite zu erzielen. Der eigentliche Zweck, dass das Medikamt den Menschen helfen soll und zwar so schnell wie möglich steht hier natürlich mal wieder hinten an… Dr. Falk Pharma steht schon in den Startlöchern.

    1. Laut meinem Hausarzt wird es noch locker 10 Jahre andauern bis überhaupt ein halbwegs adäquates Medikament auf den Markt kommt ….. Auch die hier beschriebene Lecithinstudie wurde wieder heruntergefahren , weil man kaum annehmbare Ergebnisse erzielen konnte …. Dass diese Studie abgesehen davon eh schon über 10 Jahre andauert macht mich generell aber auch skeptisch u es stellt sich mir die Frage , ob man überhaupt was gegen diese Krankheit finden möchte ….

  2. Hallo,
    wo bekommt man denn das Lecitinpräperat zu „horenden Preisen“ überhaupt? Vielleicht kann jemand mal hier schreiben. ob es Erfahrungen damit hier gibt und welche „Apotheke“ man ansprechen muss?

    1. Hallo,
      ich habe das Präparat der Fa. Medicus ausprobiert. Eine Linderung meiner Probleme konnte ich auch erkennen. Ist aber sündhaft teuer. Müssen sie evtl. mal selbst ausprobieren.

      [Link entfernt]

      Beste Grüsse
      Jörg Kalthaus

    2. Ich habe gelesen dass das Medikament von Dr. Falk Pharma erst ca. 2018 auf den Markt kommen soll. Es ist mir völlig unverständlich was daran so lange dauert… zumal schon so lange daran „geforscht“ wird.
      Anscheinend, habe ich heute zufällig gefunden, haben sich so manche Hersteller alternativer Mittel die Studien zum Vorbild genommen und eigene Lecithinpräperate entwickelt und auf den Markt gebracht. Fragt sich nur wie wirksam die sind. Bsp.: „PC Medicus“ von Medicus Naturheilmittel GmbH… mfg

    3. Angeblich muss man dafür Privatpatient sein bzw braucht man ein Rezept vom Hausarzt ( was die meines Wissens aber meistens nicht ausstellen ) …. Ne Apotheke die dieses Lecithinpräparat angeblich vertreibt Is die Apotheke am Turm in Frankfurt ( Main ) …. Ich hab auch schon selbst bei Dr. Falk angerufen bzgl des Lecithins , aber die haben mir dringenst davon abgeraten dieses Präparat zu kaufen , da nicht wirklich klar Is aus was diese Kapseln bestehen etc …. Mein letzter Stand der Dinge : Es ist noch lange keine Hilfe in Sicht.

      1. dass Falk Pharma keine anderen Präparate t empfiehlt kann man sich ja denken. Lecithin ist Lecithin, wo man nicht
        viel falsch machen kann.Sowie Zucker, Zucker ist. Die Kapseln von pc medicus 2,0 S wurden nach Aussage von unabhängigen Labors bestätigt, dass diese im Darm ankommen.

        LG

  3. Hallo zusammen,
    Momentan befindet sich ja in der Studie ein Präparat mit 94% PC im Einsatz.
    Die Firma Medicus wird bald ein ähnliches veröffentlichen und dies noch in der ersten Jahreshälfte 2016.

    LG
    Thomas

  4. Habe das Präparat der Firma Medicus ausprobiert. Beim Googeln nach diesem Medikament stößt man auch auf Apothekenangebote, die preislich günstiger liegen als die Herstellerfirma. Das Medikament hat mir sehr geholfen.

    1. Hallo Claudia,
      ich bin Manuela, die besorgte Mutter eines 18 jährigen.
      Mein Sohn nimmt jetzt ein Jahr und 7 Monate Cortison und Mesalazin und ich würde gerne Lecithin versuchen. Mein Sohn war auch In HD vorstellig um sich den Vorschlag der doppelblinden Studie anzuhören. Da er nicht Cortisonfrei ist wird das aber nichts. Worüber ich nicht unglücklich bin. Den das wäre mit viel Streß verbunden. Bitte um Info was genau du wo bestellt und wie dosiert hast. Dann versuchen wir das auf eigene Kosten, bevor mein Sohn nun mit einer Therapie wie Azatioprin, Humira oder Entyvio beginnt.
      Vielen Dank vorab für die Info, alles Gute und noch einen schönen Tag.
      Liebe Grüße
      Manuela

      1. Hallo,
        Das beste (am höchsten dosierte und aktuell günstigste) Präparat gibt es hier:

        [Link entfernt]

        Die Dosierung geht nach der Anleitung (3×2) und ist vom Wirstoffgehalt dann das selbe, wie Heidelberg einsetzt.

        Grüße
        AW

      2. Hallo, unser Sohn ( jetzt 25) ist seit dem 18ten Lebensjahr an Colitis ulcerosa erkrankt. Nach anfangs schwieriger Einstellungen mit Salofalk, immer wieder Kortisontherapien, wurde nach langem Zögern unsererseits auf Azathioprin eingestellt. Ziemlich gleichzeitig suchten wir Alternativen. Er nimmt seit Juli 2012 dauerhaft Phosphatidylcholin 3 x 1 Beutel vor dem Essen von der Firma Medicus ein . Sein Zustand ist , bis auf kleine Schübe seit dieser Zeit kontinuierlich stabil. Sein Leben wieder lebenswert, seine Suche nach einer Toilette deutlich entspannter….. Seine Entzündungen im Dickdarm sind seit dieser Einnahme ( Erstuntersuchung der gesamte Dickdarm, also Pancolitis, letzte Kolos Januar 2016 nur noch die Diagnose Sigmaproktitis )eindeutig zurückgegangen. Azathioprin und Salofalk hat er aber nie abgesetzt, da er sich noch mitten im Studium befindet und er sich keine Auszeit wegen Krankheitsschüben erlauben will und kann. Wir können das Phosphatidylcholin der Firma Medicus eindeutig zu 100% empfehlen.

        ANTWORTEN

      3. Hallo Anian Wurzenberger,
        leider ist der Link entfernt worden.
        Wo kann das PC Medicus 2.0 günstiger gekauft werden?
        Vielen Dank vorab und noch einen schönen Tag.
        Liebe Grüße
        Manuela B.

  5. Hallo zusammen,
    ich habe nun eine Rundmail von der Fa. Medicus bekommen in der Sie schreiben, dass man das Präparat bereits vorbestellen kann. Bin sehr gespannt, denn so hochdosiert habe ich noch nirgendwo ein vergleichbares Produkt gesehen.

    LG Thomas

    1. Ich habe das Präparat gerade vorbestellt.
      Ist das erste mit so einer hohen Dosierung und im Vergleich zu den Handgefertigten aus der Apotheke mit ca 75€ pro 30 Tage noch bezahlbarer (die Apos lagen bei teilweise bei über 200).

  6. Hallo, ich habe das pc Medicus 2.0 jetzt auch. Bin gerade damit angefangen.
    Hat schon jemand Erfahrungen damit? Und oder eventuell nach dem vorigen pc Medicus schon mal nach der Anwendung eine Darmspiegelung gemacht? Würde mich mal interessieren, ob die Entzündungen zurück gegangen sind.
    lg Anke

  7. Hallo, unser Sohn ( jetzt 25) ist seit dem 18ten Lebensjahr an Colitis ulcerosa erkrankt. Nach anfangs schwieriger Einstellungen mit Salofalk, immer wieder Kortisontherapien, wurde nach langem Zögern unsererseits auf Azathioprin eingestellt. Ziemlich gleichzeitig suchten wir auf Alternativen. Er nimmt seit Juli 2012 dauerhaft Phosphatidylcholin der Firma Medicus ein . Sein Zustand ist , bis auf kleine Schübe seit dieser Zeit kontinuierlich stabil. Sein Leben wieder lebenswert, seine Suche nach einer Toilette deutlich entspannter….. Seine Entzündungen im Dickdarm sind seit dieser Einnahme ( Erstuntersuchung der gesamte Dickdarm, also Pancolitis, letzte Kolos Januar 2016 nur noch die Diagnose Sigmaproktitis )eindeutig zurückgegangen. Azathioprin und Salofalk hat er aber nie abgesetzt, da er sich noch mitten im Studium befindet und er sich keine Auszeit wegen Krankheitsschüben erlauben will und kann. Wir können das Phosphatidylcholin der Firma Medicus eindeutig zu 100% empfehlen.

  8. Ich nehme seit 7 Wochen das PC Medicus 2.0, allerdings schaffe ich die empfohlene Dosis von 3×2 Kapseln nicht, da ich extreme, wirklich extreme Blähungen davon bekomme.
    Mit 3×1 komme ich einigermaßen klar, allerdings ist die Wirkung damit eher dürftig…Zwischenzeitlich gingen meine Entzündungsparameter komplett runter (Calprotectin bei 25), allerdings ist er wieder gestiegen als ich auf 3×1 umgestiegen bin.
    Hat jemand Erfahrungen mit Blähungen in Verbindung mit Lecithin?

  9. Hallo, ich nehme das PC Medicus jetzt fast vier Wochen und mir geht es sehr gut. War vorher schon in Remission aber mein Stuhlgang hat sich um einiges verbessert. Habe heute noch mal eine Stuhlprobe beim Arzt abgegeben um den Entzündungswert noch mal zu checken.
    Das mit den Blähungen gibt sich mit der Zeit. War bei mir am Anfang auch etwas schlimmer .
    Hat noch einer gute Erfahrungen mit PC Medicus 2.0 gemacht? Und wie sahen dann die Entzündungswerte bei euch aus ?
    Lg

  10. Hallo liebe Leute, ich habe gestern nach ca. sechs Jahren Aza abgesetzt (CU seit ca. 12 Jahren). Allerdings hab ich seit Februar nur noch 50mg genommen und davor auch nur 100mg. Zwischendurch hatte ich mal eine Pause von ca. 10 Monaten, allerdings mit Rezidiv (vor ewta zwei Jahren) Momentan geht es mir darmtechnisch gut. Letzte Spiegelung tiptop (außer einen Reflux, der echt weh getan hat – darum auch die Spiegelung – Magen und Darm). Ich werde mir wohl auch das Lecithin bestellen und es von meinem Gastro betreuen lassen. Mein Bruder hat leider auch seit ca. zwei Jahren CU und hat sogar an der Doppelblindstudie teilgenommen. Er gat sogar 12 Wochen durchgehalten, doch ging es ihm so dermaßen schlecht, dass er sich für Budesonid entschieden hat, statt das echte Präparat noch 12 Monate weiter zu nehmen. Er weiß nämlich nicht, ob es sich bei dem Zeug was er genommen hat um ein Placebo gehandelt hat, oder eben nicht. Vor ca. zwei Wochen war ich im KHS in der Poly um eine Zweitmeinung bzgl. Aza usw einzuholen. Ich kenne den Mann schon sehr lange und schätze ihn auch sehr. Er hat gesagt, dass ich absetzen soll und dann an der Studie teilnehmen, wenn es schlimmer werden sollte. Allerdings hab ich nur gedacht: Erstens will ich gar nicht, dass es schlimmer wird und zweitens kann ich es mir nicht leisten wieder an einer Studie teilzunehmen, wo sich nach über ZEHN Jahren immer noch keine echte Aussicht auf ein Präparat abzeichnet. Hab vor Jahren bei ihm schon an einer Trichuris suis Studie teilgenommen. Vorher nehme ich Budesonid Schaum, der bei mir immer hervoragend wirkt. Also, ich werde mir das Zeug wohl auch mal bestellen und dann im November damit anfangen (habe vorher noch einen Labortermin und will die Werte abwarten um dann ggf. vorher nachher zu haben). LG

    1. Hallo,
      Das muss man wohl so sehen, denke ich.
      Ich denke, dass die Kosten für Falk nicht herein zu holen sind bzw. der mögliche Gewinn zu niedrig ist. Schließlich gibt es spongicol oder Medicus 2.0 die vormachen, wie es geht. Und wenn man 10 Jahre und länger Studien laufen lässt ohne Ergebnisse muss man sich als fa. Falk nicht wundern, wenn man rechts und links überholt wird.
      Gut das ich nicht an so einer Falk Studie teilgenommen habe, wie ich es erst vor hatte.
      Gibt es eigentlich hier jemanden, der an den aktuellen letzten Studien zu Lecithin teilgenommen hat?
      Ich selbst verwende jetzt schon fast ein Jahr Lecithin. Erst spongicol und jetzt seit drei Wochen Medicus 2.0 und es läuft gut, kann es nur empfehlen
      Vg Manfred

  11. Hallo zusammen, da kann ich Manfred nur Recht geben.
    Lecithin ist unbedenklich. Da ist Falk selbst Schuld, wenn die ewig brauchen. Ich bin auch sehr zufrieden mit dem pc medicus 2.0. Neulich habe ich beim Bestellen von PC medicus erfahren, dass die dran sind, es noch besser zu versiegeln. Da bin ich mal gespannt.
    LG

  12. Hallo,

    habe erfahren, dass die Studie PCG-2/UCA Phosphatidylcholin/LT-02 bei Patienten mit aktiver Colitis ulcerosa gestoppt wurde. Die Studie PCG-4/UCR mit Phosphatidylcholin/LT-02 zur Remissionserhaltung, soll bis auf weiteres fortgeführt werden.

    Es besteht damit wohl doch noch Hoffung!

    VG Conrad

  13. Hallo ,
    ich habe Morbus Crohn und alle Medikamente einschließlich Entyvio durch, nichts hilft dauerhaft. Im Zusammenhang mit Phosphadidylcholin ist fast immer nur von Wirkungen bei Colitis Ulcerosa die Rede. Weiß jemand, ob es auch positive Erfahrung bei MC gibt?
    LG
    Monika

  14. @Monika

    Soweit mir bekannt ist die Wirkung des Lecithins nur bei Colitis Ulcerosa hilfreich. Das in der „Schutz-Schleimschicht“ des Dickdarms enthaltene Phosphatidylcholin ist bei Colitis Patienten (nachweislich) bis zu 70% geringer als bei gesunden Menschen. Dadurch ist die Schutzschicht der Darmschleimhaut dünner bzw. durchlässiger.
    Die Entzündungsauslöser bei MC sind weiterhin unbekannt bzw. werden zumindest nicht mit einem Mangel an Phosphatidylcholin in Verbindung gebracht.

    VG Moritz

  15. Hallo , alle zusammen ….. Einfach mal in die Runde gefragt …. Wie lange muss man denn PC Medicus 2.0 nehmen bis man evtl eine Linderung verspürt ? Ich habe im August damit angefangen es zu nehmen , verspüre aber ehrlich gesagt kaum einen Unterschied zu vorher ? Be Medicus selbst sagten sie mir dass nach 2 Monaten eine Verbesserung zu bemerken sein sollte , aber da Is nix ? Lg Markus

    1. Es ist eine Gelddruckmaschine. Unter diesen Kommentaren finden sich Fake-Kommentare, es wird positiv berichtet und ein Link gesetzt. Am Ende geht’s nicht um die Gesundheit, sondern nur ums Geld!!!

      1. SO ein Müll Ida,
        ich habe eine Colitis seitdem ich 18 Jahre alt bin (nun 26) und ich finde dass das Produkt mir sehr gut hilft. Klar ist es nur ein Nahrungsergänzungsmittel und die Dosierung eigentlich noch viel zu gering bzw. erreicht nur die obere Darmgegend zur Unterstützung. Eigentlich müsste es vom Enddarm aus wirken, jedoch bringt Firma Falk das Produkt ja einfach nicht auf den Markt…

        Kann sein, dass es bei dir Markus nicht wirklich wirkt. Außerdem ist es wirksamer in der Remission und nicht wenn du einen akuten Schub hast.

        LG

  16. Ich nehme es auch seit 7 Wochen und spüre keine Änderung meines Zustands. Bei Medicus habe ich nachgefragt, ab wann ungefähr mit einer Wirkung zu rechnen ist. Die Antwort war schon fast unverschämt. Es wäre nicht mit Schmerzmitteln zu vergleichen und man müsste es längern nehmen, aber ohne ungefähre Angabe.
    Dann noch die Durchhalteparole , nehmen Sie es weiter es lohnt sich, für wen wohl ?

    1. Ich hab es abgesetzt ….. Mir hat es definitiv nicht geholfen , mal abgesehen von 2-3 Wochen in denen ich das Gefühl hatte dass es sich bessert ….. Dem war aber nicht so ….. Meiner Meinung nach wird hier Verarsche mit der Gesundheit eines Betroffenen ausgeübt …… Bin mir allerdings auch sehr sicher , nachdem ich nochmal Rücksprache mit meinem Doc gehalten habe , dass wir von seitens der Pharmaindustrie auch nur hingehalten werden um genügend Kohle zu machen …… Mein Arzt meinte nur dass mittlerweile nach so langer Zeit der Studien schon längst ein adäquates Medikament hätte gefunden werden müssen ….. Man bedenke , in der Aids Forschung gibt es seit Jahren um einiges verbesserte Medikamente um die Krankheit zu unterdrücken bzw erst gar nicht richtig zum Ausbruch kommen zu lassen u hier tut sich gar nix ….

  17. Hallo!
    Bei mir, M/36, wurde vor 2 Jahren CU diagnostiziert – derzeit habe ich es als Proctitis. Habe anfangs über mehrere Monate Mesalazin-Einläufe anwenden müssen. Derzeit verwende ich, je nachdem, ca. alle 1 – 3 Tage ein Mesalazin-Zäpfchen. Wenn ich die Zäpfchen absetze, habe ich wieder Symptomatik in Form von Schleimauflagerungen. Mein Stuhl ist grundsätzlich fest, zum Ende hin eher klumpig.
    Habe mir jetzt das Medicus 2 besorgt und werde es mal über 3 Monate empfehlungsgemäß 2/2/2 testen. Habe vor anfangs noch die Zäpfchen weiter zu verwenden, aber nach und nach ausschleichen zu lassen. Werde hier dann auch meine Erfahrung damit posten…
    LG und einstweilen alles Gute!

  18. Mein Sohn (18) hat seit zwei Jahren CU, innerhalb dieser Zeit haben bereits zwei Immunsupressiva ihre Wirkung verloren. Der letzte Schub war sehr schwer, Remicade bewirkte nichts mehr und 50 mg Cortison/Tag konnte nur das Allerschlimmste abfangen. Dank Lecithin ist er nun auf einem guten Weg. Er bekommt keine Immunsupressiva mehr, auch kein Cortison, hat keine Schmerzen mehr und zwischen zwei und vier Stuhlgänge täglich. Das ist ein Riesenerfolg, finde ich!

  19. Mein Arzt, ein Prof. Dr. an einer Klinik hat gesagt, er geht davon aus, dass das mit den Lecithin möglicherweise nichts wird. Er hat auf Konferenzen nichts mehr davon gehört und wenn die Studien Erfolge aufgezeigt hätten, würde da mindestens jemand mit vorgehaltener Hand mal etwas drüber sagen.

    Er glaubt, dass schon die ersten Studien nicht wirklich objektiv waren, da dort gezielt Patienten ausgesucht wurden, bei denen die Behandlungsprognose insgesamt gut war. Also eine Teilnehmergruppe mit guter Progrnose.

    Natürlich sind das nur Vermutungen und kann auch falsch sein (hat er auch gesagt), aber zumindest sieht es im Moment nicht so gut aus.

    Evtl. wirkt das Zeug nicht wie versprochen. Ich weiß aber, dass der andere Vertragsnehmer in den USA seit 2016 ne Studie am laufen hat. Also noch ist nichts entschieden,

    Das Präparat von der Apotheke in Frankfurt habe ich mehrmals probiert, ohne durchschlagenden Erfolg.

    1. Nachtrag:
      https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT02849951

      Wie man sieht, wurde auch diese Studie aufgrund mangelnden Erfolgs eingestellt. Ich glaube auch nicht, dass das Präparat anderer Hersteller wirkt, entweder die Berichte sind Fakes oder die Leute haben einfach Glück und eine Schubfreie Zeit (das gibt’s auch) und zufällig zur gleichen Zeit diese anderen Präparate genommen.
      100% kann ich es natürlich nicht sagen und möchte jeden weiter ermutigen alles zu probieren – nur eben mit gesundem Menschenverstand.

      1. Hallo Jan, die Studie zeigte deutliche Erfolge, es laufen auch noch Studien zu Lecithin unter anderem Namen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es andere Gründe für den Abbruch.
        Lecithin ist Lecithin da können die Firmen nicht viel falsch machen und dass es wirkt können viele bezeugen.

        LG

  20. Lecithin wurde definitiv eingestellt ! Die Studien liefen ja schon seit Jahren u es hat nicht wirklich einen nennenswerten Erfolg gehabt . Hier u da gibt es noch einige sogenannte Unentwegte die anderer Meinung sind u weiter forschen , aber generell geht da nix mehr .Die Gelder etc. wurden größtenteils nicht mehr freigegeben … Im Prinzip steht alles wieder auf Anfang …..

  21. Kauft Lecithin von PC Medicus. Das habe ich selbst auch in großen Mengen. Das ähndelt sehr was in Heidelberg an der Uni erforscht wurde. Am Anfang hast du erstmal Blähungen bis sich dein Körper innerhalb von ein paar Tagen daran gewöhnt hat.

    [Link entfernt]

    Wisst ihr wieso es noch kein Medikament gibt? Und das macht mich auch ziemlich sauer!!
    Es sind doch die Pharmaunternehmen bzw. direkt Dr. Falk Pharma, die diese schon lange andauernden Studien blockieren und aus finanziellem Interesse nicht daran interessiert sind, dass eine Alternative wie Lecithin als Medikament zugelassen wird. Dadurch würde es neue Hersteller geben. Dr. Falk Pharma will seine Monopolstellung mit Mesalazin aber nicht verlieren. Das ist eine riesen Sauerrei und geht auf Kosten der Colitis Patienten…

  22. Eine Lecithin-Studie. die sich erfolgreich abzeichnete, wurde plötzlich abgebrochen und von der Fa. NESTLE aufgekauft. Es ist nicht nur Falk Pharma. Dazu mag sich jeder seine eigenen Gedanken darüber machen, in welcher Welt wir leben.

  23. Hallo Zusammen,
    ich bin seit 2012 Colitis Patient.
    Hatte natürlich keine Kenntnis von der Krankheit und ihren Hintergründen oder Behandlungsmethoden.
    0815 Gastroenterologen verschreiben Steroide.
    Diese bekam ich auch.
    Das Präparat von Dr. Falk Pharma musste ich einnehmen.
    Über 36 Monate wurde mein Zustand nur schlimmer.
    Körperliche Schwäche durch die krinische Blutung und Infektionen als auch Immunschwäche – ausgelöst durch die Wirkung der verschriebenen Steroide – trat ein.
    Erst durch eine Mitarbeiterin von mir wurde ich auf die Heidelberger Studie aufmerksam und bekam das Rezept.
    12h nach Einnahme der ersten Kapsel bemerkte ich bereits Änderungen in meinem Dickdarm. Weniger Blut, die Frequenz meiner Toilettengänge nahm ab.
    Parallel habe ich natürlich auf Zucker (bekannter Katalisator für Entzündungen und Krebs und ein unnatürlicher Stoff der nicht für den menschlichen Körper geeignet ist) verzichtet und mich von natürlichen Nahrungsmitteln ernährt.
    Ich wurde 5 Wochen nach Einnahme des Lecitinpräparats beschwerdefrei.
    Habe meine Leben zurück gewonnen und kann die Präparate von Dr. Schatton – SpongiCol Kapseln – absolut empfehlen.

    Zur oben geführten Diskussion bzw. Fragestellungen in einzelnen Beiträgen kann ich folgendes mitteilen:

    Dr. Falk Pharma ist ein Managementgeführtes Pharmaunternehmen, welches mit Steroiden Gewinne erzielt.
    Pharmaunternehmen sind nicht an einer Gesundung von Menschen interessiert. Es sind profitorientierte Unternehmungen – Priorität ist Profitablität.

    Jeder Mensch ist selbst für seine Gesundheit verantwortlich.
    Ärzte und Pharmaunternehmen verdienen extrem viel Geld mit Erkrankungen. Daher ist es logisch, dass eine Gesundung der Menschen nicht im Fokus der geschäftlichen Aktivitäten sein kann. Denn das würde den Markt schrumpfen lassen.
    Das Gleiche trifft auf die Zuckerlobby zu – die Milliarden an der Vergiftung der Erdbevölkerung verdient und nicht nur Darmerkrankungen verursacht.
    Warum ist wohl die USA das Land mit der grössten Anzahl an Krebspatienten und -opfern?
    Nachdenken, liebe Leser!
    Meine Empfehlung: Clever werden bzw. sein und informieren, informieren – alles ist im Internet erreichbar.

  24. Anmerkung:
    Dr. Falk Pharma hat die Studienergebnisse von Dr. Stremmel für einen zweistelligen Betrag gekauft und eine Verwendung ist somit untersagt.
    Ja, Dr. Falk Pharma hat das Rezept seit Jahren in der Schublade.
    Die Testergebnisse von Dr. Stremmel waren übrigens repräsentativ und belegbar. Ich war Teilnehmer in einer der Testgruppen.
    Der Kauf des Rezepts erfolgte aber nur, um eine Konkurrenz zu den eigenen steroid-basierten Produkten zu vermeiden.
    Willkommen in der Realität der Marktwirtschaft.

  25. @JN: Sehr wahr! Nutrition Science Partners – Nestlé Health Science – ist auf Präparate von Nahrungsmittelbedingten Folgeerkrankungen fokussiert.

    Beitrag von „Netzfrauen“ im November 2016:
    Der Schweizer Konzern Nestlé setzt auf Nahrungsmittel, die vor Krankheiten schützen sollen. Für den Bereich der Gesundheitsernährung hat die Firma eine eigene Tochtergesellschaft gegründet. Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé baut sein gewinnträchtiges Gesundheitsgeschäft mit einer milliardenschweren Kooperation aus. Die Tochter Nestlé Health Science investiert zunächst 120 Millionen Dollar in die Biotechnologiefirma Seres Therapeutics. Ziel ist die Entwicklung und Vermarktung eines Wirkstoffes gegen Verdauungskrankheiten. Nestlé setzt bereits seit einigen Jahren auf das Gesundheitsgeschäft, das meist höhere Erträge abwirft als der traditionelle Bereich mit Schokoriegeln, Kaffee oder Fertigprodukten.

    Mein Rat an alle die dies lesen und gesund lange leben wollen:
    KEINEN Zucker und KEINEN Alkohol konsumieren! NICHT rauchen. Gesund von natürlichen Nahrungsmitteln (keine Snacks, keine Fertigware) ernähren und regelmässig leben. Sport treiben.
    Simpel.

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