Bericht vom studiCED-Treffen am Steinhuder Meer

Leinen los! Das studiCED-Segeltreffen in Mardorf

Beim 13. studiCED-Treffen in Hannover gab es viel zu erleben: „Steinhuder Meer in Flammen“ mit einer Bühne direkt vor unserer Jugendherberge, Stockbrot und Segeln – aber fangen wir vorne an.

Schon bei der Ankunft kamen die ersten Fragen auf, weil vor der Jugendherberge eine Bühne, Bier- und Essenswagen aufgebaut waren. Das Fest „Steinhuder Meer in Flammen“ war ebenfalls an diesem Wochenende. Nach dem gewohnten gemütlichen Einfinden, gingen die ersten Mutigen rüber zur Live-Musik. Andere legten den Fokus auf die kulinarische Seite. So kam jeder auf seine Kosten und beim gemütlichen Beisammensein konnte jeder sich mit seinen „Bauchfreunden“ austauschen.

Am nächsten Tag sollte nach dem Jugendherbergs-typischen Frühstück mit dem Segeln losgehen. Nautours Yachtschule Mardorf. „Yacht“ – das klingt nach Glamour und Champagner! Doch die Realität holte uns schnell ein: Bevor es für uns 15 studiCEDler am Steinhuder Meer in Hannover losging, mussten wir erstmal muffige Schwimmwesten im Achtzigerjahre-Look überziehen. Kaum Platz genommen, hieß es schlucken: Segeln lernen ohne Segellehrer an Bord. Inhaber Wolfgang K. zeigte sich als Fan der Expositionstherapie: „Segeln lernt man auf dem Wasser!“, erklärte der Weißbart. Und: „Was wir sonst in drei Tagen Kompaktkurs machen, lernt ihr in drei Stunden“, warb Kruse. Nun denn. Davor gab es noch etwas Theorie: komplizierte Streckenführung und Knoten binden. Nicht Wenige hatten danach Selbigen im Kopf.

Doch Wolfgang, der mittlerweile geduzt werden wollte, tröstete: „Das Steinhuder Meer ist nicht mal 30 Quadratkilometer groß und rund – wir finden euch!“, sprach er Mut zu.

Mit dem Kopf, der immer noch voller Knoten war, gingen wir zum Steg und stiegen in unsere Jollen. Jedes Gefährt wurde mit drei studiCEDlern gefüllt; für die Seekranken unter uns gab es ein stabileres Boot. Befeuert von den Kommandos des zweiten Segellehrers lernten wir dabei geradeaus fahren und um die Boje lenken. Und wer nicht geradeaus oder um die Ecke fahren konnte, blieb zumindest aufrecht – auch wenn das bei dem ein oder anderen Wendemanöver anders aussah.

Doch sich seinen Ängsten stellen ist genau das Richtige, hatten wir kurz zuvor beim Vortrag von Burkard Jäger gelernt. Der Psychologe leitet die Ambulanz der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie an der Medizinischen Hochschule Hannover und informierte uns über „gute und schlechte Krankheitsbewältigungsstrategien“. Wir lernten: Wer krank ist, sollte sich von destruktiven Strategien (Jammern, Anderen die Schuld an seiner Krankheit geben, etc.) distanzieren, sich dafür lieber mit möglichen Behandlungsalternativen auseinandersetzen und sich mit anderen über seine Krankheit austauschen. Wir schauten uns zufrieden an: Alles richtig gemacht! J

Besser wurden mit der Zeit auch die Manöver auf dem Steinhuder Meer. Die Kommandos der Segellehrer wurden weniger und Wendungen drohten nicht mehr zum kapitalen Schaden an Leib und Laune zu werden. Das Finale konnte beginnen und es folgte eine Regatta. Als Gewinn gab es die „goldene Klorolle“ die mit Liebe zum Detail hergestellt wurde. Diese strahlte genau so wie die Gewinner.

Das war mal eine Erfahrung! Eine, die noch beim anschließenden Grillen viel diskutiert wurde. Ein weiteres Highlight folgte um 22Uhr, als das Feuerwerk über dem Steinhuder Meer begann. Zum gelungenen Abschluss gab es dann für die Hungrigen unter uns noch Stockbrot am Feuer.

Am nächsten und letzten Tag wurden wie gewohnt weitere Treffen geplant. Und wer vom Wasser noch nicht genug hatte, ging zurück an den Steg: Dieses Mal folgte die nächste Disziplin: Kanu fahren.