Archiv der Kategorie: studiCED-Treffen

Bericht vom 12. studiCED-Treffen in Fulda

„Hello again!“ hieß es Anfang April für die 16 Teilnehmer des 12. studiCED-Treffens in Fulda. Denn die Bischofsstadt, die für ihre 65.500 Einwohner erstaunlich viele Cafés hat, hatten wir 2013 schon einmal besucht. Und das nicht nur, weil die Stadt so ziemlich in Deutschlands Mitte liegt: Die vielen historischen Bauten und die für Sonderwünsche offenen Jugendherbergsköche waren uns gut in Erinnerung geblieben. Am Ende wurden wir sogar zu Detektiven – doch dazu später.

Am Freitagnachmittag trafen wir uns im Seminarraum der Jugendherberge Fulda. Nach Erklärungen zu studiCED und amüsanten Kennenlernspielen nutzten wir die Zeit, um uns näherzukommen. Wie immer wurden die lustigsten und traurigsten Geschichten rund ums Kranksein ausgetauscht.

Samstag mussten wir früh aufstehen, denn im Seminarraum wartete Referentin Birgit Weber. Die gelernte Diätassistentin aus Fulda hat sich auf die Beratung von CED-Patienten spezialisiert. Weber stieg mit allgemeinen Ernährungsregeln im Schub (wenig Ballaststoffe, keine blähenden Lebensmittel, etc.) ein, die vielen CEDlern bekannt sind. Doch als Weber ins Detail ging, gewannen auch langjährige Betroffene neue Erkenntnisse. So erzählte die Ernährungsexpertin, dass eine vegane Ernährung bei einer CED ungeeignet ist. „Wer sich bei einer CED ohne tierische Produkte ernährt, handelt verantwortungslos, weil ihm neben Vitamin B12 auch Kalzium fehlt. Außerdem ist tierisches Eiweiß sehr hochwertig und wird gerade bei Mangelernährung benötigt“, sagte Weber. Weiterhin empfiehlt die Diätassistentin wegen einer möglichen entzündungsfördernden Wirkung wenig Weizen zu essen und stattdessen auf Dinkel umzusteigen. Außerdem rät Weber von Smoothies ab: „Weil sie flüssig sind, rauschen sie sehr schnell durch den Magen-Darm-Trakt und es geht kein Signal der Sättigung an den Körper. Dieser braucht fast keine Verdauungsleistung zu erbringen.“ Zum Schluss hat sie noch einen erhellenden Tipp: „Wer keine Milch verträgt, muss nicht unbedingt laktoseintolerant sein. Statt gegen Milchzucker kann auch eine Unverträglichkeit gegen Milcheiweiß vorliegen, die man prüfen kann.“

Nach so vielen Informationen machten wir uns am Nachmittag auf den Weg zur Stadtrallye. In der Innenstadt teilten wir uns in verschiedene Teams auf und bearbeiteten einen Stadterkundungsbogen. Die „Detektivteams“ mussten Rätsel zur Stadtgeschichte lösen, Inschriften abmalen und Fehler in Emblemen finden. Trotz vieler magenfüllender Cafè-Stopps (Croissants, Eis, Gebäck und vieles mehr) hatten wir nach den etlichen Kilometern doch wieder, man ahnt es: Hunger. Gegrillt (Steaks) und gefroren (wir) wurde auf dem Grillplatz der Jugendherberge. Abends hatten wir wieder viel Zeit zum Reden.

Sonntag überlegten wir uns, wie wir mit studiCED noch mehr Betroffene erreichen können. Wir haben besprochen, dass studiCEDler/-innen Vorträge in Unis über das Studieren mit CED halten werden. Zweitens wollen wir das Forum auf unserer Internetseite wieder aktivieren, um noch mehr Menschen den Austausch zu ermöglichen. Und drittens haben wir eine Social-Media-Strategie erarbeitet, zu der auch eine eigene Facebook-Seite gehört.

Der Abschied fiel wie immer schwer, aber umso mehr freuen wir uns auf das nächste Treffen.

 

Einladung zum 13. studiCED-Treffen am Steinhuder Meer

Liebe Studentinnen und Studenten,

das nächste Treffen für Studierende mit CED findet vom 19.08.- 21.08.2016 in der Jugendherberge Mardorf statt.

 

Auf dem Programm steht diesmal ein Vortrag des Psychologen Dr. Burkard Jäger von der Medizinischen Hochschule Hannover. Nach dem Mittagessen heißt es dann: „Leinen los, Mast- und Schotbruch!“ Wir machen einen Segelkurs! Dieser wird ca. 4 Stunden dauern; wir beginnen mit einem kleinen Theorie–Crashkurs und dann geht’s auch schon ab aufs Wasser. Unter  Aufsicht eines Segellehrers sind wir auf Jollen für jeweils drei Personen unterwegs.  Auch das rettende Ufer bleibt stets in der Nähe, falls man mal auf die Toilette muss.

Diejenigen von euch, die im Laufe des Kurses Spaß daran gefunden haben, segeln dann gegen Ende um den studiCED-Cup „Die goldene Klorolle“.

 

Wer kann alles mit?

Die Teilnehmerzahl ist wie immer begrenzt (max. 20 Personen) und es gilt: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Also meldet euch rasch an, um dabei sein zu können. DCCV-Mitglieder haben Vorrang, Gäste sind aber genauso willkommen. Wir hoffen, dass auch dieses Mal neue Gesichter dabei sind. Das Anmeldeformular sowie das Programm für dieses Treffen findet ihr auf unserer Internetseite www.studiCED.de.

 

Was kostet der Spaß?

Euer Beitrag liegt bei 85 € (Nichtmitglieder zahlen 115 €). Darin sind die gesamten Übernachtungs- und Verpflegungskosten, die Kosten für den Segelkurs sowie die Seminargebühr enthalten. Die Kosten für die Anreise und zusätzliche Freizeitveranstaltungen kommen dazu.

Fördermöglichkeiten könnt ihr bei der DCCV oder bei studiCED erfragen, denn es soll auf keinen Fall am Geld scheitern.

 

Was solltet ihr mitbringen?

Eure Fragen rund um das Studieren mit CED und auch gern Fragen an den Psychologen. Für den Segelkurs benötigt ihr bequeme Kleidung und  Schuhe, die auch mal nass werden dürfen (z.B. ältere Turnschuhe). Außerdem unbedingt Sonnencreme einpacken und für die (Sonnen-)Brillenträger ggf. ein Brillenband (was auf dem Wasser weg ist, ist weg). Die Bettwäsche ist inklusive. Weitere Infos findet ihr auf der Homepage:

http://mardorf.jugendherberge.de/de-DE/Portraet

 

Weiterhin wäre es schön, wenn jemand einen Ghettoblaster und eine Gitarre mitbringen könnte. All dies soll auf unserem Forum organisiert werden, damit sich alle daran beteiligen können.

Falls ihr Fragen oder Anregungen habt meldet euch bei uns unter kontakt [at] studiced [dot] de.

 

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Wir freuen uns auf euch!

 

Euer Organisationsteam von studiCED

Anmeldung Steinhuder Meer

Programm Steinhuder Meer

12. studiCED-Treffen in Fulda

Einladung zum 12. studiCED-Treffen im April 2016

Hallo liebe studiCEDlerinnen und studiCEDler,

das nächste Treffen für Studierende mit CED findet vom 08.04.- 10.04.2016 in der Jugendherberge Fulda statt. Die Bettwäsche ist inklusive. Weitere Infos findet ihr auf der Homepage:

http://www.djh-hessen.de/jugendherbergen/fulda/

„Aber in Fulda waren wir 2013 doch schon“, wird der ein oder andere denken. Aber uns allen hat die Herberge so gut gefallen (auf Essenswünsche wurden eingegangen, die Herberge ist sehr modern, die Lage in Deutschland etc.), dass wir uns entschieden haben nochmal ein Treffen dort abzuhalten.

Auf dem Programm steht diesmal ein Vortrag der Diätassistentin Birgit Weber. Sie ist u.a. spezialisiert auf Ernährung bei einer CED. Nach dem Mittagessen werden wir eine Stadtrallye durch Fulda machen.

 

Wer kann alles mit?

Die Teilnehmerzahl ist wie immer begrenzt (max. 20 Personen) und es gilt: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Also meldet euch rasch an, um dabei sein zu können. DCCV-Mitglieder haben Vorrang, Gäste sind aber genauso willkommen. Wir hoffen, dass auch dieses Mal neue Gesichter dabei sind. Das Anmeldeformular sowie das Programm für dieses Treffen findet ihr auf unserer Internetseite www.studiCED.de.

 

Was kostet der Spaß?

Euer Beitrag liegt bei 65 € (Nichtmitglieder zahlen 95 €). Darin sind die gesamten Übernachtungs- und Verpflegungskosten sowie die Seminargebühr enthalten. Die Kosten für die Anreise und Freizeitveranstaltungen kommen zusätzlich dazu.

Fördermöglichkeiten könnt ihr bei der DCCV oder bei studiCED erfragen, denn es soll auf keinen Fall am Geld scheitern.

 

Was solltet ihr mitbringen?

Eure Fragen rund um das Studieren mit CED und auch Fragen an die Ernährungsberaterin Frau Weber.

Weiterhin wäre es schön, wenn jemand einen Ghettoblaster und eine Gitarre mitbringen könnte. All dies soll auf unserem Forum organisiert werden, damit sich alle daran beteiligen können.

Falls ihr Fragen oder Anregungen habt meldet euch bei uns unter kontakt [at] studiced [dot] de

Wir freuen uns auf euch!

Euer Organisationsteam von studiCED

Programm Fulda

Babbeln, laafen und kiddern in Mannem

Reden, laufen und lachen in Mannheim – das studiCED-Treffen im November 2014

Im Rahmen unser turnusgemäßen Wanderung durch die Republik war im November wieder der Süden dran: Mannheim, die Quadrat-Straßen-Stadt (offizieller Stadtslogan: „Leben im Quadrat“), Heimat von „Darm mit Charme“-Autorin Giulia Enders und dem Erfinders des Spaghettieises (Kulinarik der besonderen Art: Ein Italiener presste 1969 Vanilleeis durch eine Spätzlepresse – aber zum Essen kommen wir später).

Diesmal trafen sich zwölf Teilnehmer, um in der ansässigen Jugendherberge über ihre Erfahrungen mit CED zu sprechen, aktuelle Therapiemöglichkeiten zu diskutieren und eine tolle gemeinsame Zeit zu erleben. Nach dem Kennenlernen im Seminarraum machten wir uns auf, zu einem abendlichen Spaziergang in die Innenstadt.

Lebensziel: Colitis ulcerosa zu heilen

Am Samstag, gleich nach dem Frühstück, kam Prof. Dr. med. Dr. h.c. Wolfgang Stremmel vom Universitätsklinikum Heidelberg in unseren Seminarraum, um mit uns über die Behandlung mit Lecithin zu sprechen: Dr. Stremmel gilt als einer der Vorreiter für die Lecithin-Behandlung. „Eins meiner Lebensziele ist es, Colitis ulcerosa zu heilen“, sagte er gleich am Anfang seines Vortrags.

Anschaulich erklärte Dr. Stremmel seinen Therapieansatz: Lecithin kommt natürlicherweise in der Mukosa, der Darmschleimhaut, vor. Das Lipid bildet einen Schutz, eine natürliche Barriere in der Schleimhaut. Durch Tests fand man jedoch heraus, dass besonders bei Betroffenen mit Colitis ulcerosa zu wenig Lecithin in der Mukosa vorhanden ist. Dr. Stremmel und seine Kollegen geben deshalb gezielt Lecithin, um die Barriere wiederherzustellen. Damit konnten in Studien bislang vielversprechende Erfolge erzielt werden, deshalb werden die Studien jetzt ausgeweitet. Die Therapie ist so gut wie nebenwirkungsfrei, auch zwei studiCED-Teilnehmer haben bereits Erfahrungen mit Lecithin gemacht, allerdings zahlen sie die Präparate selbst.

Der Vortrag des Gastroenterologen war gut verständlich und für viele Zuhörer überzeugend. Einige unserer Teilnehmer möchten nun auch an Lecithin-Studien teilnehmen.

Ausflug nach Heidelberg

Nach Mittagessen und Kuchenpause, bei der wir das gerade Gelernte diskutierten, fuhren wir ins nahegelegene Heidelberg. Es ging hoch zum Heidelberger Schloss, das eine tolle Aussicht auf die Altstadt und den Weihnachtsmarkt bot.

Wir erkundeten den Weihnachtsmarkt und freuten uns über die stimmungsvolle Beleuchtung und die vielfältigen Essensangebote – anders als in der Jugendherberge: Die Portionen dort schienen rationiert, und so entschieden wir uns, das Jugendherbergs-Abendbrot zugunsten des Sonnenuntergangs-Abendrots ausfallen zu lassen und aßen in Heidelberg.

Nächster Halt: Bremen

Am Sonntag vor der Abreise zogen wir wie immer Resümee und planten unser nächstes Treffen: Es wird im April in Bremen auf einem Schiff stattfinden – ein außergewöhnlicher Seminarort, auf den sich schon viele unserer Teilnehmer freuen.

Im Rahmen der Diskussion sprachen wir auch über unser Selbstverständnis bei den Treffen: Da das Wetter sehr ungemütlich und einige Teilnehmer durch einen Schub geschwächt waren, waren einige Fußwege für sie zu anstrengend. Wir haben deshalb für die Zukunft beschlossen, eine Alternative für studiCEDler bereitzuhalten, die gerade nicht so viel am Stück zu Fuß gehen oder an sportlichen Aktivitäten teilnehmen können – damit sich wirklich jeder bei unseren Treffen gut aufgehoben fühlt. So soll es auch bleiben und in diesem Sinne freuen wir uns schon auf das nächste Treffen.

Tief im Westen studiCED-Treffen 2014 in Velbert

Das studiCED-Treffen 2014 in Velbert

Damit alle CED-Betroffenen die Möglichkeit haben, zu unseren Treffen zu kommen, haben wir uns dieses Mal Ende April im Westen getroffen: In Velbert in der Nähe von Essen kamen dieses Mal 18 Teilnehmer zusammen.

Stockbrot am Lagerfeuer

Am Freitag war traditionell Anreisetag, und die Jugendherberge war zwar etwas außerhalb gelegen, aber mit Bus gut zu erreichen. Eine Teilnehmerin aus Kiel hatte außerdem einen kleinen Bus gemietet, mit dem sie sechs Bauchfreunde aus dem Norden abholte und nach Velbert zu unserem Treffen fuhr.
Die Entscheidung für den Westen Deutschlands war wohl erfolgreich: Wir haben uns bei unserer Vorstellungsrunde im Seminarraum über viele Teilnehmer, die zum ersten Mal dabei waren, gefreut. Nach dem Abendbrot klärten wir die ersten Fragen zum Studieren mit CED, danach saßen wir bei Stockbrot auf dem weitläufigen Grillplatz am Lagerfeuer lange draußen. Tief im Westen studiCED-Treffen 2014 in Velbert weiterlesen

7. studiCED-Treffen in Dresden 2014

Tag 1: Anreise in der Jugendherberge, Programm­‐/ Teilnehmervorstellung, sowie ein abendlicher Ausflug ins schöne Dresden

Das 7. studiCED-­Treffen fand dieses Mal im Osten der Republik, im schönen Dresden bei herrlichem Sommerwetter statt. Die Anreise der Teilnehmer erfolgte ab 13 Uhr mit Bus, Bahn und Auto, allein oder in Mitfahrgelegenheiten, welche vor jedem Treffen gegründet werden können. Die Unterkunft für die zwei Nächte sollte dieses Mal die Jugendherberge „Jugendgästehaus“ in naher Citylage sein – bewohnt wurden jeweils 2- Bett-Zimmer – bunt gemischt mit „alten“ und „neuen“ Teilnehmern.  7. studiCED-Treffen in Dresden 2014 weiterlesen

Paddel ahoi – studiCED-Treffen 2011 in Brandenburg

Bericht über das zweite studiCED-Treffen im Mai 2011 im malerischen Brandenburg!

Vom 27. bis zum 29. Mai war studiCED in Brandenburg Kanu fahren. An diesem malerischen See in Brandenburg haben wir uns selbst versorgt und so unsere Erfahrungen zu Essensunverträglichkeiten ausgetauscht.

Bei dem erfolgreichen ersten Treffen von studiCED im Herbst 2010 entstand die Idee für das nächste Treffen in 2011: Kanu fahren.

Hannah Davina machte sich daraufhin sofort auf die Suche nach einem idyllischen Ort, wo wir übernachten und uns sportlich betätigen konnten. Die Wahl fiel auf das wunderschöne Brandenburg. Am Hölzerner See sollte eifrig durch die Seelandschaft gepaddelt werden.  Der Termin wurde im Forum abgestimmt: Es wurde das letzte Wochenende im Mai, in der Hoffnung auf schönes Wetter. Von Januar 2011 bis Anfang April konnte man sich für dieses Wochenende auf studiCED anmelden. Letztendlich fanden sich zehn studiCEDler und sechs studiCEDlerinnen aus ganz Deutschland um zusammen Kanu zu fahren.

Die Vorfreude stieg allmählich, je näher das Treffen kam. Die Vorbereitungen im Forum liefen auf Hochtouren. Es wurde über Unverträglichkeiten, Essenzubereitungen und Wünsche diskutiert. Die Einkäufe wurden auf dem Hinweg am Freitag von Hannah und Csilla erledigt. Jetzt konnte es losgehen und die Nervosität stieg bei jedem Teilnehmer an.

Das Seecamp war leicht zu finden, so dass die ersten kurz nach 15.00 Uhr schon eintrudelten. Ein kurzes, schüchternes „Hallo seid ihr von studiCED?“ hat gereicht und die erste Barriere war gebrochen. So warteten wir vor den Bungalows auf den Rest. Die ersten Gespräche fanden statt: „Wo kommst du her?“, „Was machst du beruflich?“ oder „Was studierst du?“.

Kurz vor 18.00 Uhr haben die Mädels die letzten Einkäufe erledigt und in der Zwischenzeit heizten die Männer den großen Gas-Grill ein. Von Steaks, Würstchen bis hin zu Gemüse, war alles vorhanden, so dass jeder satt werden konnte. Salate, Brote und die verschiedensten Saucen wurden auf dem Tisch verteilt. Nachdem der Grill leer war und man sich ein bisschen näher kennen gelernt hatte, sprangen einige Teilnehmer spontan in den See. Das Wetter war gut – nicht zu warm und nicht zu kalt. Die ersten Fotos wurden geschossen und spätestens zu diesem Zeitpunkt wuchsen wir zu einer Gruppe zusammen.  Danach sammelten sich alle vor dem Bungalow 1, wo wir uns in gemütlicher Runde den ganzen Abend unterhielten, Gesellschaftsspiele spielten und uns noch besser kennen lernten.  Wir kamen aus ganz Deutschland, studieren an verschiedenen Universitäten und da gibt es viel zu erzählen. Viele verschiedene Charaktere, Erfahrungen und Wünsche. Auch eine Gitarre wurde mitgebracht, mit der wir uns über den ganzen Abend beschäftigten und versuchten allseits bekannte Partylieder wie beispielsweise „Lemon Tree“ zu singen. Dabei musste immer einer hinter Benni, dem talentierten Gitarrenspieler, stehen und an der Dynamo-Taschenlampe kurbeln um genug Licht für die Noten und Liedtexte zu spenden.

Während der netten Gespräche wurden schon erste Fragen geklärt, welche Nachteile, mit denen die Betroffenen während des Studiums konfrontiert sind, ausgeglichen werden können. Auch waren unter den Teilnehmern schon welche, die bereits im Berufsleben stehen und hier wurde schnell darüber diskutiert, ob der Arbeitgeber von der Erkrankung erfahren soll oder nicht und wie Kollegen damit umgehen.

Die Nacht zum Samstag war für den einen oder anderen viel zu kurz, denn schon um 8.00 Uhr gingen wir größtenteils gemeinsam zu Frühstück. Im großen Frühstücksaal stürzten wir uns auf das große Angebot an Wurst, Marmelade, Käse und Brötchen, welches von dem netten Team für uns und die anderen Gruppen vorbereitet worden war. Wir bekamen auch ein Lunchpaket, in dem  Äpfel, Bananen und etwas Süßes drin vorzufinden war. Wem dies nicht reichte, konnte sich noch Brötchen selber schmieren und diese auf unsere Kanu-Tour mitnehmen.

Das Wetter war relativ gut, etwas windig, nicht zu warm aber auch nicht zu kalt. Es stellte sich jedoch die Frage aller Fragen: Wer würde mit wem paddeln? Das Los entschied schließlich und jeder hatte seinen Partner schnell gefunden. Ausgestattet mit Paddel und Schwimmwesten starteten wir gegen 11 Uhr vorsichtig mit unserern ersten Paddelversuchen und freuten uns auf das sportliche Ereignis, das vor uns lag. Nach wenigen Minuten stellten wir fest, dass geradeaus paddeln schwieriger schien als gedacht. Immer wieder versuchten wir uns auf dem riesigen See als Gruppe wieder zu finden und eine kurze Pause einzulegen. Unser erstes Ziel: ein Badestrand, der auf einer kleinen Karte des Sees eingezeichnet war. Dieser war jedoch schwieriger zu finden als gedacht. Nach einer zweistündigen Irrfahrt erkundigten wir uns am Steg eines Rudervereins nach dem richtigen Weg. Der nette Mann bot uns direkt an, bei ihm anzulegen und erst einmal eine Brotzeit zu machen. Dieses Angebot schlugen wir nicht ab. Circa eine Stunde ruhten wir uns aus um uns dann wieder auf den Weg zu machen. Dabei tauschten wir die Inhalte der Lunchpakete, wobei vor allem die Bundesliga-Klebebildchen aus den Haselnussschnitten gegen die zuckrigen Müsliriegel getauscht werden wollten.

Einige der Teams nutzten diese Pause und tauschten ihre Paddelpartner, so dass alle die faire Chance hatten gleich gut voran zu kommen. Immer wieder sammelten wir uns auf dem Wasser, um Gruppenfotos zu schießen und zu pausieren.

Gegen 14.00 Uhr entschieden wir uns langsam – aber sicher – zum Ausgangspunkt zurück zu kehren. Alle nahmen ihre verbliebenen Kräfte noch einmal zusammen und gaben alles, um das weit entfernte Ziel zu erreichen. Auf dem Wasser kamen wir an Anglern, verlassenen Buchten und an kleinen Booten vorbei. Gegen 16.00 Uhr trudelten wir weitgehend trocken wieder am Ufer des Feriencamps ein. Hannah und André wagten noch den Versuch mit dem Kanu eine Eskimorolle zu machen, allerdings schafften sie es nur zur Hälfte und kletterten schließlich klatschnass an den Strand zurück und leerten ihr voll gelaufenes Boot aus.  Ausgepowert gingen wir wieder zu den Bungalows zurück, wo drei von uns sich nochmal auf den Weg in Supermarkt machten, während die anderen erst einmal einen „Power nap“ einlegten. Wir haben gemerkt, dass wir trotz der CED auch eine lange und anstrengende Kanufahrt erfolgreich bewältigen können.

Vor dem Abendessen hatten wir die Möglichkeit, von Hannah Informationen über unsere Rechte als chronisch kranker Studierender zu erfahren. Sie gab hilfreiche Tipps, was bei Bewerbungen an Hochschulen, während des Studienalltags und auch bei dem Einstieg ins Berufsleben zu beachten ist.

Um 18 Uhr gingen wir gemeinsam in die kleine Küche des Feriencamps. Dort bereiteten wir unser Abendessen vor. Nach der Umfrage im studiCED-Forum entschied sich die Hälfte für „selbst gemachte Pizza“. Sechs Bleche standen für die Zubereitung zur Verfügung. Immer drei Leute teilten sich ein Blech und jeder konnte sich aus den vielen verschiedenen Zutaten die richtigen für sein Drittel aussuchen. Dabei wurden die Rufe laut: „Hier nur jemand, der keine Zwiebeln will!“ oder „Hier ohne Thunfisch!“

Während der Zubereitung und des Essens, diskutierten wir über die vielen verschiedenen Ernährungstipps, die uns Erkrankten von allen möglichen Seiten mit auf den Weg gegeben werden und welche davon wir schon (erfolgreich) ausprobiert haben. Als Nachtisch gab es für jeden selbst gemachten Schokopudding. Das geplante Lagerfeuer konnte aufgrund der zu hohen Waldbrandstufe nicht stattfinden und so fanden wir uns anschließend wieder alle vor dem Bungalow 1 zur abendlichen Gesprächsrunde ein. Auch am Samstag unterhielten wir uns, lachten viel und versuchten uns an verschiedenen Kartenspielen. Neben den Gesprächen über die alltäglichen Sachen im Leben wie Studium und Arbeit, kam auch an diesem schönen Abend die Gitarre wieder zum Einsatz. Der Abend verging so schnell, dass die Nacht wieder einmal sehr kurz war. Manche waren so erschöpft, dass sie direkt auf den Sofas vor dem Bungalow schliefen. Das Sonntagsfrühstück viel am Anfang etwas mager aus, nicht aufgrund eines zu geringen Angebots, sondern in Bezug auf die Anzahl der Teilnehmer. Diese trudelten vereinzelt nacheinander ein. Das Paddeln am Tag zufuhr machte einigen noch schwer zu schaffen und der erste Muskelkater machte sich bemerkbar. Dies hielt aber unsere eifrige Gruppe nicht davon ab, nach dem Frühstück mehrere Stunden Volleyball und Tischtennis zu spielen und somit die letzten gemeinsamen Stunden in vollsten Zügen zu genießen. Wer sich nicht mehr bewegen konnte oder wollte, packte in der Zeit schon mal seine Sachen. Zum Mittagessen organisierten wir uns noch mal den Gasgrill um die restlichen Nahrungsmittel wie Würstchen Bauchspeck, Fackeln und Baguettes zu vertilgen. Die restlichen Lebensmittel verarbeitete Christian. Er schnitt alles klein und legte es in eine selbst gebastelte Aluschale auf den Grill. Als Gregor es sah, fragte er noch:  „Wohin mit dem Restmüll?!“ – geschmeckt hat er aber besser als es aussah.

Plötzlich verging die Zeit wie im Fluge, denn die ersten mussten sich direkt nach dem Essen auf den Heimweg machen, denn bis Dortmund, Bochum oder München war es ein ganz schönes Stück. Der Rest, der noch da war, räumte gemeinsam Bungalow 1 auf; dieser war das Basiszentrallager über die Tage geworden und somit ziemlich chaotisch. Gegen 14 Uhr verabschiedeten sich auch die Letzten und verblieben dabei sich hoffentlich ganz bald wieder zu treffen.

Fazit des Wochenendes:

Es waren ein paar gelungene Tage, wunderschönes Wetter und es haben sich ein paar hoffentlich ausbaufähige Freundschaften entwickelt. Wir haben auch viel darüber gelernt, welche Rechte uns das Leben mit einer CED erleichtern können. Die Stimmung war super und alle waren zufrieden und glücklich.

Ein großes Dankeschön an Hannah und die DCCV, die uns dieses wunderschöne Treffen ermöglicht haben. Wir können es kaum erwarten uns wieder zu sehen, noch mehr neue Leute kennen zu lernen und hoffen somit auf ein baldiges „PADDEL AHOI“!

David und Simone